Cliquen-Weekend

Hohe Winde

2001

Es war wieder einmal an der Zeit ein richtiges Fest zu machen, und mit dieser Einstellung gings dann auch los.
Wir fuhren mit dem Posti auf den Passwang. In Breitenbach sollten Andi und Simona noch einsteigen, was sie jedoch nicht taten. Als wir im Beibel waren, klingelte dann das Natel. Andi war dran und sagte: " Hei ig ha d'Poscht verpasst". Nun das war für uns nichts Neues. Das hatten wir auch schon festgestellt. Also fuhr er uns nach. Auf dem Passwang angekommen, sagte der Postchauffeur Friedrich zu uns : " Dringget nit z'vill!", was bei uns aber auf taube Ohren stiess.
So machten wir uns auf die Socken Richtung Hohe Winde. Nach 5 Minuten Marsch bekamen gewisse Leute schon die ersten Probleme. Ihr Hals war ausgetrocknet, also musste er befeuchtet werden, und da per Zufall grad ein paar Schnappsflaschen herumstanden, wurden die gehölt, was uns jedoch nicht unbedingt fitter machte.
Die Strecke stieg an und ebenfalls die Stimmung . Auf dem Höhepunkt der Stimmung mussten wir einen Bären erlegen, der uns bedrohte. Siehe Foto:

Die Stolzen Jäger vor der erlegten Beute

Der Weg war noch weit bis in den Erzberg, wo wir den ersten Zwischenhalt planten und die Leiden begannen erst. Unser Seppi war es nicht gewohnt so weit draussen in der Wildnis herumzulaufen. Doch wir schafften es doch noch bis auf den Erzberg, wo wir sogleich begannen, wie immer, die Kaffischnapps Karte von oben bis unten durchzumachen. Nach einiger Zeit trafen dann auch unsere Kollegen mit den Autos ein und das Fest ging weiter.
Dann machten wir uns mit 17 Männern und Frauen an Bord wieder auf die Socken, um auf die Hohe Winde zu laufen. Unterdessen war es Nacht geworden, doch wir fanden den Weg auch im Dunkeln. Da es aber steil war und unsere Köpfe wirr waren, ging es ein bisschen harzig.
Oben angekommen gingen wir direkt in den Schlag, andere sahen sich zuerst in der Hütte um, wo ein heimeliger Ecken zum Hineinkotzen ist. Pätti hat diesen als Erster gesichtet.

Bei einem gemütlichen Fondue begann dann der Abend erst recht. Da machte es auch nichts, dass wir keinen Kirsch mehr hatten für ins Fondue, denn den haben wir ja unterwegs schon gesoffen. Doch keine Angst: es hatte genug Proviant auf der "Winge", was wir sehr zu schätzen wussten. Denn Wein und Kaffi schmecken besonders gut auf dieser Höhe. So verstrich der Abend und dann auch noch der frühe Morgen. So um vier Uhr machte sich Pätti auf ins Bett. Kurze Zeit später kam der Hüttenwart Alfred im Pijama (Pischama) in die Beiz runter:" Jetz het ein d'Schissi verchotzt. Lueget dass das butzt wird!". Wir gingen schauen und was sahen wir? Pätti auf den Knien vor dem Thron inmitten von WC-Papier. Keinen Mucks sagte er und ging ins Bett. Es wurde geputzt. Nichtsdestotrotz ging das Fest weiter und wir tranken mit dem Alfred noch einen.

unterwegs in dunkler Nacht

Dann wars auch für die letzten Zeit ins Bett zu gehen. Im Schlag angekommen, versuchten wir vergebens leise zu sein. Kein Wunder, denn wir mussten über Rucksäcke, Erbrochenes und Adiletten steigen und schon waren wieder alle Wach. Komischerweise bewegten sich die Wände, der Boden und die Decke und alle Kollegen schienen doppelt vorhanden zu sein. So weit ist es schon mit dem Klonen, dass in so kurzer Zeit Double hergestellt werden können. 
So ging es halt weiter im Schlag bis alle im Sack lagen. Büggi hatte wieder einen seiner Lachkrämpfe und wir mussten ihn halb totschlagen, bis er vorbei war.

Am nächsten Morgen gabs dann z'Morgä. MitSäcken unter den Augen und viel zu viel Schlaf.
Wir mussten uns dann bei Zeiten auf den Rückweg machen, da wir zum Passwang zurück mussten. Der Päti sagte dann noch:" Das gläub ich nid, letscht Johr uf em Wissestäi sin mir mit Schimpf und Schand drvogjagt wordä, hän Huusvrbot übergho und jetzt wirdsch Du vom Hüttäwart persönlich verabschiedet."Mit komischem Magen trotteten wir dann gen Passwang, wo wir das Posti nahmen.

Es war ein schönes Fest, welches garantiert eine Wiederholung finden wird. Denn: einen Grund zum Feiern finden wir immer!

Unten noch ein paar Impressionen.

Zimmi

Erzberg, da gings grade noch

Luuuuuuuuufthüler

Cheeese

Auf der Alm da gibts koa Sünd

S'goht no lang Sury

Voll in Fahrt

Nei lueg emol das aah

Wehe wenn sie losgelassen

Vor der Hütte

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