Fasnachtsrückblick

Fasnacht 2003

Süsche:"Im Simi sini Müüsli 

si zähni worde"

Kanone, Wagen und Larve
Was die Larven betrifft, so haben wir uns dieses Jahr entschieden, wegen allgemeinem Zeitmangel, alle fix fertig zu kaufen, was soviel bedeutet, dass wir in dieser Hinsicht, ausser zwei Terminen (Bestellung und Anpassen) keine weiteren Arbeiten mehr zu verrichten hatten. Beim Wagen sah die Sache schon anders aus. Selbstverständlich wollten wir, wie jedes Jahr, einen Wagen bauen, der sich sehen lässt. Unser diesjähriges Motto entsprang ja bekanntlich aus dem 10-jährigen Jubiläum des Charly’s Pub, resp. dem 10-jährigen Jubiläum des Chefs, Simi. So versuchten wir also, diesem Thema irgendwie gerecht zu werden. Auch eine neue Konfetti-Kanone wurde gebaut. Sury und Andi haben sich einmal mehr selber übertroffen. Wir hatten ja bereits vorher schon die grösste Kanone an der Laufner Fasnacht, mit einem Fassungsvermögen von rund 12 Kilo. Diese Zahl wurde nun noch übertroffen und die neue Kanone kann, je nach dem wie stark sie gestoppft wird, mit 15 bis 20 Kilo Konfetti gefüllt werden. Ein unglaubliches Teil.

Fritig
Der Freitag war wie jedes Jahr eigentlich der offizielle Start der Lufthüler-Fasnacht. Einige waren allerdings schon am Donnerstag bis in die frühen Morgenstunden unterwegs, so dass sie bereits mit einem Ruhezeit-Manko starten mussten. Wir trafen uns alle im Charly’s Pub um gemeinsam auf die kommenden fünf Tage anzustossen. Da ja leider wiederum durch das Comite kein Cliquen-Abend organisiert wurde, stellte Simi sein Pub erneut zur Verfügung, für all jene, die trotzdem im Rahmen von einigen Cliquen die Fasnacht beginnen wollten. So spielten auch einige Guggen, um diesen Einstieg zu erleichtern. Klar, dass wir bereits im Pub einiges getrunken haben, bevor wir per Münzenwurf entschieden, wo es anschliessend hingehen sollte. Kleinlützel hat gewonnen. Dort angekommen, vermissten wir aber definitiv die gute Stimmung und beschlossen sogleich, die Fasnachtsparty in Dittingen aufzumischen. Nur Spahrli sorgte dafür, dass auch in Kleinlützel das Lufthüler-Feeling nicht abhanden kam. Nach diesen Irrwegen war klar, dass wir erstmal einiges trinken mussten um das Versäumte aufzuholen. Die einen von uns tanzten, während sich die anderen direkt in der Bar nieder liessen. Keine Frage, dass es schon sehr spät bzw früh war, als wir die Bar wieder verlassen haben. Zu Fuss gings dann zurück nach Laufen. Wie jedes Jahr sorgten wir dafür, dass wir Frau Kern einen gebührenden Gabentempel im Café einrichten konnten. Alles was nicht wirklich niet und nagelfest war, haben wir natürlich auf unserer beschwerlichen Reise mitgenommen. Frau Kern wollte zwar partout unsere Geschenke nicht annehmen, doch fand sie leider niemanden, nach einem ausgiebigen Frühstück, der noch irgend etwas hätte wieder heraustragen können. So wurde einmal mehr aus dem Café Kern eine gemütliche Brokenstube. Anschliessend gingen dann auch die letzten Lufthüler zu Bett, da wir bereits um 12.00 wieder in der Festhalle sein mussten, um unserem Wagen den letzten Schliff zu geben und vor allem um die Konfetti abzuholen.

Samstig
Wirklich wach war wohl noch keiner der sich um 12.00 Uhr in der Festhalle einfand. Trotzdem wurden die nötigen Arbeiten erledigt. So z.B. die Konfetti (80 Säcke = 800 Kg) zu laden, sowie die Mimosen und allerlei Kleinkram. Nicht zu vergessen unsere schmackhaften „Suppen-Knochen“. Auch die mussten noch am Wagen befestigt werden. Anschliessend holten wir unsere neuen Kostüme ab (herzlichen Dank dem Gotti von Sury), damit wir gewappnet sind für den kommenden Umzug am Sonntag. Nach einem kurzen Halt in einer Beiz ging wohl jeder noch nach Hause, um 2 – 3 Stunden zusätzlichen Schlaf zu ergattern. Um 19.00 Uhr trafen wir uns bereits wieder im Go-Inn, in Laufen. Es verging gut eine Stunde, bis wir endlich vollzählig waren (die Zeit wurde uns verkürzt mit Ausblicken wie: „auch Unterhosen am Rücken können entzücken!“). Wer wie immer zu spät kam, will ich hier nicht erwähnen, aber Henzi und Seppi wissen schon, von wem ich rede. Als wir dann endlich doch noch vollzählig waren, gings los nach Zwingen, wo wir erst mal alle gemeinsam das Nachtessen einnahmen; Wurstsalat mit Pommes-Frites! Diese Zusammenstellung war übrigens der Renner dieser Fasnacht, sei es nun als Morgen-, Mittag- oder Nachtessen! Egal, es schmeckte und gab einen guten „Boden“. Mit vollen Bäuchen gings dann in die Halle in Zwingen wo wiederum die einen eher in der Halle selbst Unterhaltung fanden, während sich die anderen wiederum direkt in der Bar niederliessen. Ab relativ später Stunde waren alle in der Bar damit beschäftigt, die Alkohol-Reserven des FC Zwingen zu vernichten (Anmerkung der Redaktion: Wir hätten es auch geschafft, wenn Kunz auch mitgeholfen hätte, aber leider war er ja beschäftigt !!!!!!! Na ja, nächstes Jahr vielleicht). Ausnahmsweise musste Bieli und/oder Henzi nicht als Schlichtungsstelle eintreten, weil wieder einmal jemand von uns (keine Namen) anderen Leuten Konfetti ins Bierglas geschossen hat. Gegen 04.00 Uhr kam Zimmi wieder, der in der Zwischenzeit zu Hause war und sich extra dazu bereit erklärt hatte, uns versoffenen Säcke wieder nach Laufen zu kutschieren um am Morgenstreich teilzunehmen. So war es dann auch. Um 05.00 Uhr gings los und schon kurze Zeit darauf verteilten vier arme Seelen Vermisstenanzeigen im ganzen Stedtli. Nach getaner

 
Arbeit genehmigten sie sich ein Bierchen im Go-Inn. Dort zeigte sich dann auch, dass eine Video-Kamera und ein kurzer Rock, gepaart mit einem Plexiglas-Boden und langen Beinen durchaus für Unterhaltung sorgen kann.
Danach gings ins Pub und irgendwann später stand uns auch schon wieder der Sinn nach Frühstücken. Es wurde Zeit, sich noch eine Mütze Schlaf zu gönnen, denn schliesslich war ja mittlerweile der grosse Tag angebrochen. Sonntag! Umzug!


Sunntig
Halb zwölf trafen wir uns in der Festhalle um den Wagen aus der Halle raus zu holen. Wie immer ist dies einer der schönsten Momente der Fasnacht, im neuen Kostüm endlich ‚on tour‘ mit dem neuen Wagen. Dieses Jahr hatten wir aber noch eine weitere Aufgabe. Wir hatten beschlossen, Simi, dessen Sujet wir ja gewählt hatten, in eines unserer Kostüme zu stecken und ihn in einem Kerker hinter dem Wagen herzuschleiffen. Logischerweise wusste er nichts davon und so mussten wir ihn unter einem Vorwand aus dem Bett holen damit er im Pub erscheint (ja, ja, Simi, überleg Dir gut, ob Du beim nächsten Anruf von Gabi, die Kasse funktioniere nicht,  nicht besser wieder ins Bett zurück gehst). Jedenfalls hat alles geklappt und er stand auch bald schon auf der Matte, wo er von uns in Empfang genommen und dem Anlass entsprechend eingekleidet wurde. Nach ein paar Bierchen startete der Umzug um 14.00 Uhr. Selbst der Wettergott war uns hold, denn während dem ganzen Umzug und auch danach fiel kein Regen mehr. 

 

Nach dem Umzug fuhren wie immer alle Wagen ins Stedtli, wo sie für die nächsten paar Stunden parkiert wurden. Dort waren wir dann wieder ganz für unsere Passiv-Mitglieder und sonstigen Freunde da. Es gab zu trinken und auch etwas warmes zum Essen. Die Zeit nach dem Umzug ist immer eine besonders schöne Zeit, mit all den verschiedenen Wagen und den spielenden Guggen. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei unseren Passiv-Mitgliedern bedanken, die uns helfen, dass das alles überhaupt möglich ist.
 
Natürlich geht auch die Zeit im Stedtli einmal zu Ende und die Wagen müssen wieder raus. Traditionsgemäss wird unser Wagen versorgt und die ganze Clique geniesst das Nachtessen in der Loki (übrigens auch Wurstsalat mit Pomes-Frites). So hatten wir dann endlich wieder eine solide Basis um die Nacht in Angriff zu nehmen. Ganz alleine waren wir nicht in der Loki und es gab genügend Unterhaltung. Am Schluss spielten sogar die Hälmlibieger extra ein Lied für uns.

Später gings dann wieder weiter auf Beizentour. Selbstverständlich verbrachten wir viel Zeit im Pub. Nach einem Aufenthalt dort, haben wir Simi mitgenommen auf eine kleine Trinktour. Nach dem Törli war dann mindestens für Simi Endstation. Wer schon mal ein Kahn mit der Grösse einer Nussschale bei schwerem Seegang gesehen hat, der kann sich annähernd vorstellen, wie Simi den Nachhauseweg einschlug.  Aber auch in anderen Beizen waren wir anzutreffen. Die Nacht endete für die letzten Lufthüler wiederum erst mit der Dämmerung, bzw. den ersten Sonnenstrahlen. Büggi und Alain hingen halbtot im Pub an der Bar (ein paar Lufthüler-Tees zuviel; sagt wenigstens Misli) Total geschafft gings ab ins Bett. Endlich wieder einmal schlafen, denn der nächste Termin war erst wieder Montag abend 18.00 Uhr im Pub, da wir dieses Jahr nicht am Kinderumzug teilnehmen konnten (Teilnehmer-Beschränkung). Der Schlaf hat aber allen gut getan.


Mendig
Bekanntlich ist am Montag Wiiberfasnacht und das grosse Guggen-Konzert. Alles ist auf der Strasse! Alles? Wirklich alles? Na ja, nicht ganz! Wie gesagt war unser Treffpunkt um 18.00 Uhr im Pub. Wann wir genau dort das erste mal rausgekommen sind, weiss ich nicht mehr so genau. Ich denke aber es war Mitternacht oder später. Es ging dann ab ins Go-Inn wo wir wiederum relativ lange sassen, tranken und tanzten. Bereits zu später Stunde versuchten wir noch unser Glück im Ritrovo (wie heisst das eigentlich richtig und wie verdammt schreibt man das?). Leider gab es bereits keine Reiskugeln mehr und auch die Stimmung hatte wohl ihren Siedepunkt schon vor einigen Stunden überschritten. So wurde also langsam aber sicher Zeit, sich wieder über das Frühstück Gedanken zu machen. Einmal mehr durfte sich Frau Kern über unsere Anwesenheit freuen. Tja, wirklich viel zu erzählen gibt es somit über diesen Montag eigentlich nicht! Die meisten von uns waren relativ statisch! Na ja, Hauptsache es hat Spass gemacht. Nochmals 2 Stunden schlafen und dann auf zum Finale.


Zystig
Der Wettergott hat es am Dienstag noch besser mit uns gemeint und uns einen strahlend schönen Tag geschenkt. Dementsprechend sieht auch unser Gruppenphoto aus, welches wir kurz vor dem Umzug gemacht haben. Ok, wir sehen
 
alle nicht mehr ganz so frisch aus, aber trotzdem ist es eine wirklich gelungene Aufnahme. Wir machten uns also daran, den zweiten und letzten Umzug in Angriff zu nehmen. Material um unter die Leute zu bringen, hatten wir ja schliesslich noch genug. Im Endeffekt waren etwa 20 Bananenkisten gefüllt mit Spielzeug, 800 Kg Konfetti, ein paar Schachteln mit Mimösli und diverse Liter an Getränken über unseren Wagen verteilt worden (von den 100 Kg Lufthüler-Klebern die Seppi jeweils auf das schöne Geschlecht klebt, wollen wir gar nicht erst sprechen; falls ihr jeweils nach der Fasnacht einen sieht, der Hände hat wie „Schöpflöffel“, dann wird es wohl Seppi sein, denn normalerweise setzt bei ihm nach der Fasnacht so etwas ein wie Gicht). Auch am Dienstag wird anschliessend an den Umzug noch im Stedtli gefeiert. Wiederum nach ein paar Stunden kam der Moment, wo der 
 
Wagen wieder zurück in die Festhalle kommt. Was wir wohl am Montag etwas versäumt hatten, nämlich eine richtige Beizentour zu machen und in den Gassen zu sein, holten wir dann am Dienstag wieder nach. Es gab kaum eine Beiz die wir ausgelassen hätten. Im Lämmli brachten wir unsere Motoren wieder zum laufen. Mit jedem Schluck, waren die Maschinen besser geschmiert und wir konnten wieder loslegen. Beinahe überall, wo es etwas zu trinken gab, kehrten wir ein. Schlussendlich landeten wir wieder im Pub. Noch waren wir ca. 8 Stück (von 11) der Clique die noch anwesend waren und es war doch schon 2 Uhr Nachts. Simi versuchte unseren unbändigen Durst an Lufthüler-Tee zu stillen (dem Spender sei ein Trullala, Trullala……….) was dazu führte, dass unsere Gruppe dann doch noch etwas kleiner wurde. So gegen 05.00 Uhr war noch der vermeindlich harte Kern unterwegs. Andi und Sury wollten dann nach Hause, doch, oh Wunder, man fand sie wieder nach 06.00 Uhr im Kern, zusammen mit Alain und Denis. Das letzte Morgenessen wurde von uns genossen, falls man dem so sagen kann (was hab ich eigentlich gegessen????). Danach gings das letzte mal durchs Stedtli, mit Tränen in den Augen. Es war wieder soweit, die Fasnacht war vorbei. Leider! Aber es war eine wirklich schöne und tolle Fasnacht.

An dieser Stelle noch einen speziellen Dank an Simi, der all unsere Schind-Ludereien mitgemacht hat und uns sogar noch kräftig unterstützt hat. Das war echt toll ! Und auch noch ein Merci an Miisli, die uns die tollen Ohren-Kappen genäht hat.

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