Fasnachtsrückblick
Fasnacht 2000
Süsche: Milleniums-Baby

 

Die Mitglieder v.l.n.r:

oben: Denis, Büggi, Alain, Henzi, Seppi, Andi, Spahrli

unten: Zimmi, Sury, Patrick

Guru Guru Guru

Ja Ja es ist wieder vorbei. Vorbei die Zeiten, als wir frohen Herzens durch knietiefe Konfetti-Ansammlungen wateten und nicht wussten wann wir zum letzten mal das Bett gesehen haben. Ja Ja. Vorbei sind auch die Zeiten in denen wir ungebremst unsere Befriedigung in noch so banalen Sachen wie singen und tanzen gefunden haben. Und erst recht vorbei sind jetzt die Zeiten wo wir hemmungslos saufen konnten, ohne dass es unsere Frauen gesehen haben.

Aber eins sag ich Euch: diese Zeiten, sie kommen zum Glück schnell wieder.

Euch haben wir hier einen kleinen Rückblick und andere Schweinereien von der  Fasnacht 2000:

Cliquenausflug aufs Fringeli Am 4. Dezember 1999 machten wir uns spätabends auf die Socken, um auf dem Fringeli ob Bärschwil ein bisschen zu feiern (einen Grund gibt es ja immer).

Im Dunkeln wanderten wir mit Fackeln hinauf. Auch Andi und Alain gingen schlussendlich noch zu Fuss, da sie keine Winterpneus hatten.

Oben angelangt erwärmten wir uns dann sogleich an feinem Café- Lutz und schnell war Fondue-Time. Das Festen ging weiter bis kurz nach 11 Uhr, als der Wirt meinte er müsse jetzt Feierabend machen. Auch alle Überredungsküste nützten nicht, die Polizeistunde hinauszuschieben. So ging das Fest halt im Schlag weiter, wo wir uns sogleich über die mitgebrachten „Erfrischungsgetränke“ hermachten und die Lage schnell eskalierte: Andi hüpfte wie ein australisches Beuteltier im Schlafsack durchs Zimmer, was schlussendlich in einem Materialhusten vor der Toilette endete. Diese Kunstturneinlage animierte dann auch unseren Bieli die Toilette aufzusuchen. Auch der Patrick freute sich, als er endlich alleine war, um vermeintlich unbemerkt die Toilette anzuschreien. Auch die Damen der Runde wollten auf sich aufmerksam machen und so stürzte sich jene mit dem lockigsten Haar in wilder Bungee-Manier kopfsvoran die Treppe hinunter. Auweia.

Na gut. Aufs Fringeli müssen wir jetzt auch nie mehr.

Am nächsten morgen machten wir uns dann zügig aus dem Staub und so mancher ging nach Hause um seine Wunden pflegen zu lassen

 

Wagenbauen

Auch dieses Jahr stand unser alter Inf.-Anhänger (Jahrgang 52) in der Festhalle mit dem Unterschied aber, 
dass
diesen Sommer der Holzboden durchgefault ist. So machten wir uns ans Werk und besorgten neue 
Tannenbalken zur Verstärkung. Der Wagenaufbau wurde komplett neu 
gestaltet. Unser Sujet „s’Milleniumsbaby“ forderte uns alles ab. 
Während wir am Hämmern und schrauben waren, schweißten Sury, 
Andi und Büggi an der neuen Riesen- Mega- Cosmo- Vierrohrkonfettikanone 
herum. Das ist die grösste Konfettikanone an der Laufner Fasnacht mit 
4 Konfetti- und 2 Druckrohren und einem Fassungsvermö
gen von 
12 kg Konfetti pro Schuss.. (Wir suchen übrigens noch einen Namen 
für das Ding.)

Die Kanonen- Ingenieure Sury, Andy und Büggi

 

 

 

Der andere Teil der Clique machten sich unter der fluchenden Leitung von Zimmi daran, den Wagen umzugstüchtig zu machen. Wir bauten die seitlichen Joche an, verlängerten den Wagen um einen Meter, bogen eine Kinderwagenhaube zusammen und schlussendlich musste noch eine Rutschbahn gemacht werden. Tönt einfach gell. Dennoch benötigten wir 8 Wochen mit vielen Abenden und allen Samstagen um alles fertig zu bringen.       

Zermatt Vom 21.-23. Januar waren wir in Zermatt  unter dem Vorwand Schi zu fahren. Uns war jedoch allen klar, dass es eine erste Bewährungsprobe für die Fasnacht werden sollte. So gingen wir auch schon am ersten Abend fleissig ans Feiern, was dann bald schon die ersten Sinne durcheinander brachte.

Tagsdarauf  gings dann alibimässig zum Schifahren. Bald traf sich die ganze Sippe in der Beiz und das Apres- Schi- Gesauffe nahm wieder seinen Lauf. Mitten im Rausch ging es dann ab zur Besichtigung des neuen MEGA- GIGA- SUPER- Hotels „The Hotel“, welches von unserem Daniel Bieli mitgebaut wurde und wo er sich unterdessen als Hausmeister und Barkeeper bewährt. Zermatt war also wieder ein voller Erfolg, und ich befürchte, dass wir nächstes Jahr wieder dort oben anzutreffen sind (vielleicht finden wir sogar ein Hotel mit Steinmauern). 

Textfeld: D‘ fastnächtliche Vorbereitige erfolgrich abgschlosse
Hän mir das Ganze zum Afo am Frytig begosse
Mit Alkohol, Tanz und eme riese Fest in dr Halle
Sin denn in Dittige au bi de Letschte alli Schranke gfalle
Und denne wo gar nüt meh isch gloffe
Het me sich bsoffe im Kärn zu Eier und Bier troffe

Textfeld: Am Sunntig morge vor em Zmorge
Sin mir an Morgestraich ohni Sorge
Und denn am nomittag, Freude herscht
An Umzug und das nit so beherrscht
Gfreut hän mir uns alli wie kleini Buebe
das so viel Lüt sin cho go luege

 

 

Fasnachtsfritig. Die Fasnacht hatte begonnen. Für diemeisten war es eigentlich schon die zweite Nacht, denn Alain und Patrick versumpften am Donnerstag in Dornach, Zimmi soff in Dittingen die Bar leer (und musste wieder einmal im Auto übernachten) und Andi musste von Grindel nach Hause getragen werden. Es war also Freitag und wir trafen uns im Pup, um uns gemeinsam auf den Cliquenabend vorzubereiten. Wir waren dann auch ziemlich auffällig, als wir die Halle betraten.

 

Die Stimmung war auch ohne unseren Beitrag super (was ja nicht selbstverständlich ist) und so ging es dann auch nicht lange bis ein Tisch unter Surys Gewippe zusammenbrach und Sury mit ins Verderben riss. Den Knochensplitter haben sie dann am nächsten Tag beim Röntgen entdeckt. Als das Programm dann langsam zur Neige ging, machten wir uns auf die Zoggeli Richtung Dittingen. Aber das gab einige Schwierigkeiten: zum Autostoppen waren wir zu voll, der draussenstehende Carchauffeur liess sich nicht zur Fahrt nach Dittingen erpressen und so musste halt der Henzi seinen Wagen starten.

In Dittingen angekommen stachen wir sogleich in die Turnerbar, wo dann schnell der „Manhattan“ knapp wurde. Oben schwangen ein paar Paare das Tanzbein und zeigten den Dittinger- Schnäggen  den Meister. In den frühen Morgenstunden machten

sich dann die Letzten auf den Heimweg, das heisst natürlich zuerst noch in den „Kern“ einen Kaffe trinken und dumm lallen.                                

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Samstig. Am Nachmittag brachten wir den Wagen auf Hochglanz und füllten Ihn mit allerlei Leckereien. Abends gings dann ab nach Büsserach an den Maskenball wo sie uns zuesrt gar nicht reinlassen wollten. Erst nachdem sie merkten, dass die „Weltbesten“ leibhaftig vor ihnen standen, gings los: Bar- Halle- Bar- Halle- Bar- und schlussendlich Halle. Wir tanzten und feierten Bis am Feierabend und Sury und Zimmi hauten sich mit Keulen minutenlang auf den Schädel (liebe Kinder bitte nicht zuhause nachmachen).

Als auch in Büsserach  Schluss war gings dann ab, nach Laufen an den:                                    

Morgästreich Ja es ist soweit, es ist Sonntag geworden. Die Lichter erloschen, die Pfiffer, Trommler und Guggen legten los, und wir machten uns daran die unverschämten Flugblätter im Stedtli und in den Beizen aufzuhängen. Es meldeten sich auch bald feiwillige Sitterin-nen. Ob der Durst jedoch gestillt wurde entzieht sich der Kenntnis der Redaktion.                                                    

Sunntig. Die Stunde der Wahrheit war gekommen. Die Fasnachtscliqen stehen im Schofbei- Eggä ein. Wir stellten unseren Wagen, die Maske und das Kostüm zur Schau. Alles selbstgemacht! Man sieht, wo das hohe Fasnachtsfieber gewütet hat und wo nur ein kleiner Fasnachtshusten zu hören war. Wir hatten starkes Fieber. Was soll man zum diesjährigen Umzug schon sagen: Schädelbrummen, müde, Sonnenschein und tausende von Zuschauern; was kann ein Fasnachtsherz mehr erfreuen. Auf den zwei Umgängen gaben wir alles. Hier ein Gutzi für ein Kind, da ein Schläggstängel für ein herziges Mami, dort ein scharfes Wort an einen frechen Burschen und da einen Sagg Konfetti für die hervorstechenden Schönen.

Dieses Jahr haben wir folgende Dinger vom Wagen geworfen:

o         600 kg Konfetti

o         240 kg Süssigkeiten

o         2500 Stück Kinderüberraschung

o         60 Stück gebrauchte Windeln

o         einige Dutzend Augenzwinkern

Textfeld: Unter dem Motto: jetzt gohts aber richtig los
Isch unser super Wage mit Kanone denn uf d‘Stross
Aber mir wänn uns jo nit selber lobe
Jetzt wird no öppis verzellt vom Obe
Mir hän Dame mit unserem Signet bekleisteret
Und dr Zimmi het uf eme Velo alli begeisteret

Textfeld: Wieberfasnacht, das isch dr Mändigobe
Und für uns in dr Regel e ganz e grobe
Het uns doch dr Lüfthülertee usezoge alli Kraft
Mir häns eifach nümi ans Guggekonzert gschafft
Trinke, trinke und zu „Anton“ wippe 
Hocke bliebe isch die ganzi Sippe

 

 

 

Nach dem Umzug stellten wir unseren Wagen im Stedtli auf, wo sich dann auch bald einige Passivmitglieder zu einem Happen Wurst und Brot , Glühwein und einem netten Schwatz einfanden. Sie wollten schliesslich sehen, in welche Treibsandgrube sie ihr Geld investieren.

Abends gingen wir dann auf „Pintencheer“. Es war einiges los in den Beizen im Stedtli und auf dem Vorstadtplatz.

                                               

Mentig. Diese Jahr haben wir uns zum ersten Mal am Kinderumzug angemeldet. Ich kann nur soviel sagen; es hat sich voll gelohnt. Ein Bombenwetter, viele Masken und eine fantastische Stimmung im Stedtli. Am Abend war dann die „Wieberfasnacht“ und das Monsterkonzert angesagt. Wir trafen uns im Charlys um anschliessend am Monster auf Stopftour zu gehen.  Daraus wurde jedoch nichts, da wir gottsjämmerlich abstürzten, immer GURU GURU johlten und um Mitternacht aus dem Pup wankten.

 

Wir kamen auch nicht weit und stürzten uns gleich in die Central- Bar, wo faule Orangen und die Stimmung hoch flogen. Der Völlste von allen (Zimmi)  fuhr mit einem Velo ins bumsvolle Pup und dann rückwärts wieder hinaus, da er vor lauter Gedränge nicht drehen konnte. Die gleiche  Übung wiederholte er im Central.                           

Zystig. Es war wieder Umzug angesagt. Das Wetter war immer noch gut und wir warfen alles übrige Schleckzeug, Spielsachen und natürlich hunderte Kilo Konfetti unter die wartende Menge. Nach dem Umzug stellten wir unseren Wagen wieder ins Stedtli, wo wir dann von einem Dutzend Müttern bestürmt wurden, dass Ihre „echten Babys“ und Kinder unsere Rutschbahn heruntersausen durften. Und am Abend war dann wieder Feiern angesagt. Mit dem gleichen Elan wie schon die vielen Abende vorher machten wir uns daran unsere Lampe voll zu bringen. Und auch dieses mal klappte es vorzüglich dank des im „Charlys“ nach uns benannten „Lufthülertee’s“. Aber glaubt mir, Tee war nie viel drinnen. Nachdem am Freitag der „Lufthülertee“ nach einer halben Stunde schon ausverkauft war hat der Simi vorgesorgt und eine grössere Menge Teebeutel auf Lager gelegt, was uns wiederum  animierte hemmungslos zu bestellen und ... (den Rest könnt Ihr Euch ja denken). So feierten wir kräftig weiter bis in die frühen Morgenstunden des Äschemittwuchs und wir sahen die Fasnacht langsam aus unseren Köpfen entschwinden.

Sury zu diesem Thema:

Textfeld: Am Mittwoch morge, meh tuet en au Äschemittwoch nenne
Het niemert meh öppis welle kenne
Me muess jo keinem das verzelle
Jede het nur no eins und zwar hei welle
Trotzdem, mir  mache‘s doch so gärn 
Sin mir zum Zmorge nomol in Kärn

 

 

 

 

 

Wenn die Fasnacht nun schon wieder eine Weile vorbei ist, so wissen wir, dass die nächste Fasnacht schon bald wieder an unsere Türen klopft und dann das Feuer von neuem zu brennen beginnt.

Wir hoffen, dass Ihr uns an der Fasnacht auch mal gesehen habt und würden uns freuen, Euch auch das nächste mal bei unserem Passiv- Apéro Textfeld: Mit e paar Träne winkend
und nomol trinkend
E bits in Wehemut versinkend
Aber nütem noche hinkend
Weil, au mit eim Auge wo lacht
Freue mir uns uf die nächsti Fasnacht

anzutreffen.

 

 

TOP

GALERIE

HOME