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Cliquenausflug
aufs Fringeli
Am 4. Dezember 1999 machten wir uns spätabends auf die Socken, um auf
dem Fringeli ob Bärschwil ein bisschen zu feiern (einen Grund gibt es ja
immer).
Im
Dunkeln wanderten wir mit Fackeln hinauf. Auch Andi und Alain gingen
schlussendlich noch zu Fuss, da sie keine Winterpneus hatten.
Oben
angelangt erwärmten wir uns dann sogleich an feinem Café- Lutz und
schnell war Fondue-Time. Das Festen ging weiter bis kurz nach 11 Uhr, als der Wirt meinte er müsse
jetzt Feierabend machen. Auch alle Überredungsküste nützten nicht, die Polizeistunde
hinauszuschieben. So ging das Fest halt im Schlag weiter, wo wir uns sogleich über die mitgebrachten „Erfrischungsgetränke“
hermachten und die Lage schnell eskalierte: Andi hüpfte wie ein australisches Beuteltier im
Schlafsack durchs Zimmer, was schlussendlich in einem Materialhusten vor der Toilette endete. Diese
Kunstturneinlage animierte dann auch unseren Bieli die Toilette aufzusuchen. Auch der Patrick freute sich,
als er endlich alleine war, um vermeintlich unbemerkt die Toilette anzuschreien. Auch die Damen der Runde
wollten auf sich aufmerksam machen und so stürzte sich jene mit dem lockigsten Haar in wilder
Bungee-Manier kopfsvoran die Treppe hinunter. Auweia.
Na
gut. Aufs Fringeli müssen wir jetzt auch nie mehr.
Am
nächsten morgen machten wir uns dann zügig aus dem Staub und so mancher
ging nach Hause um seine Wunden pflegen zu lassen
Wagenbauen
Auch
dieses Jahr stand unser alter Inf.-Anhänger (Jahrgang 52) in der
Festhalle mit dem Unterschied aber,
dass
diesen
Sommer der Holzboden durchgefault ist. So machten wir uns ans Werk und
besorgten neue
Tannenbalken zur Verstärkung. Der Wagenaufbau wurde komplett neu
gestaltet. Unser Sujet „s’Milleniumsbaby“ forderte uns alles
ab.
Während wir am Hämmern und schrauben waren, schweißten Sury,
Andi und Büggi an der neuen Riesen- Mega- Cosmo-
Vierrohrkonfettikanone
herum. Das ist die grösste Konfettikanone an der Laufner Fasnacht
mit
4 Konfetti- und 2 Druckrohren und einem Fassungsvermögen
von
12 kg Konfetti pro Schuss.. (Wir suchen übrigens noch einen Namen
für das Ding.)
Die
Kanonen- Ingenieure Sury, Andy und Büggi
Der
andere Teil der Clique machten sich unter der fluchenden Leitung von Zimmi daran, den Wagen umzugstüchtig zu machen. Wir bauten die seitlichen Joche an, verlängerten den Wagen um einen Meter,
bogen eine Kinderwagenhaube zusammen und schlussendlich musste noch eine
Rutschbahn gemacht werden. Tönt einfach gell. Dennoch benötigten wir 8 Wochen mit vielen Abenden
und allen Samstagen um alles fertig zu bringen.
Zermatt
Vom
21.-23. Januar waren wir in Zermatt unter
dem Vorwand Schi zu fahren. Uns war jedoch
allen
klar, dass es eine erste Bewährungsprobe für die Fasnacht werden sollte. So
gingen wir auch schon am ersten Abend fleissig ans Feiern, was dann bald schon die ersten Sinne
durcheinander brachte.
Tagsdarauf
gings dann alibimässig zum Schifahren. Bald traf sich die ganze
Sippe in der Beiz und das Apres- Schi- Gesauffe nahm wieder seinen Lauf. Mitten im Rausch ging es
dann ab zur Besichtigung des neuen MEGA- GIGA- SUPER- Hotels „The Hotel“, welches von unserem
Daniel Bieli mitgebaut wurde und wo er sich unterdessen als Hausmeister und Barkeeper bewährt. Zermatt war also
wieder ein voller Erfolg, und ich befürchte, dass wir nächstes Jahr wieder dort oben anzutreffen sind (vielleicht finden wir sogar ein Hotel mit Steinmauern).
 
Fasnachtsfritig.
Die Fasnacht hatte begonnen. Für diemeisten war es eigentlich schon die zweite Nacht, denn Alain und Patrick versumpften am Donnerstag in Dornach, Zimmi soff in Dittingen die Bar leer (und musste wieder einmal im Auto übernachten) und Andi musste von Grindel nach Hause getragen werden. Es war also
Freitag und wir trafen uns im Pup, um uns gemeinsam auf den Cliquenabend vorzubereiten. Wir waren dann auch ziemlich auffällig, als wir die Halle
betraten.
Die
Stimmung war auch ohne unseren Beitrag super (was ja nicht
selbstverständlich ist) und so ging es dann auch nicht lange bis ein Tisch unter Surys
Gewippe zusammenbrach und Sury mit ins Verderben riss. Den Knochensplitter
haben sie dann am nächsten Tag beim Röntgen entdeckt. Als das Programm
dann langsam zur Neige ging, machten wir uns auf die Zoggeli Richtung
Dittingen. Aber das gab einige Schwierigkeiten: zum Autostoppen waren wir zu
voll, der draussenstehende Carchauffeur liess sich nicht zur Fahrt nach Dittingen erpressen und so musste halt der Henzi
seinen Wagen starten.
In
Dittingen angekommen stachen wir sogleich in die Turnerbar, wo dann
schnell der „Manhattan“ knapp wurde. Oben schwangen ein paar Paare das Tanzbein und zeigten den Dittinger-
Schnäggen
den Meister. In den frühen Morgenstunden machten
sich
dann die Letzten auf den Heimweg, das heisst natürlich zuerst noch in den
„Kern“ einen Kaffe trinken und dumm lallen.
Samstig.
Am Nachmittag brachten wir den Wagen auf Hochglanz und füllten Ihn mit
allerlei Leckereien. Abends gings dann ab nach Büsserach an den
Maskenball wo sie uns zuesrt gar nicht reinlassen wollten. Erst nachdem
sie merkten, dass die „Weltbesten“ leibhaftig vor ihnen standen, gings
los: Bar- Halle- Bar- Halle- Bar- und schlussendlich Halle. Wir tanzten
und feierten Bis am Feierabend und Sury und Zimmi hauten sich mit Keulen
minutenlang auf den Schädel (liebe Kinder bitte nicht zuhause nachmachen).
Als
auch in Büsserach Schluss
war gings dann ab, nach Laufen an den:
Morgästreich
Ja es ist soweit, es ist Sonntag geworden. Die Lichter erloschen, die
Pfiffer, Trommler und Guggen legten los, und wir machten uns daran die
unverschämten Flugblätter im Stedtli und in den Beizen aufzuhängen. Es
meldeten sich auch bald feiwillige Sitterin-nen. Ob der Durst jedoch
gestillt wurde entzieht sich der Kenntnis der Redaktion.
Sunntig.
Die
Stunde der Wahrheit war gekommen. Die Fasnachtscliqen stehen im Schofbei-
Eggä ein. Wir stellten unseren Wagen, die Maske und das Kostüm zur
Schau. Alles selbstgemacht! Man sieht, wo das hohe Fasnachtsfieber
gewütet hat und wo nur ein kleiner Fasnachtshusten zu hören war. Wir
hatten starkes Fieber. Was soll man zum diesjährigen Umzug schon sagen:
Schädelbrummen, müde, Sonnenschein und tausende von Zuschauern; was kann
ein Fasnachtsherz mehr erfreuen. Auf den zwei Umgängen gaben wir alles.
Hier ein Gutzi für ein Kind, da ein Schläggstängel für ein herziges
Mami, dort ein scharfes Wort an einen frechen Burschen und da einen Sagg
Konfetti für die hervorstechenden Schönen.
Dieses
Jahr haben wir folgende Dinger vom Wagen geworfen:
o
600 kg Konfetti
o
240 kg Süssigkeiten
o
2500 Stück Kinderüberraschung
o
60 Stück gebrauchte Windeln
o
einige Dutzend Augenzwinkern

 
Nach
dem Umzug stellten wir unseren Wagen im Stedtli auf, wo sich dann auch
bald einige Passivmitglieder zu einem Happen Wurst und Brot , Glühwein
und einem netten Schwatz einfanden. Sie wollten schliesslich sehen, in
welche Treibsandgrube sie ihr Geld investieren.
Abends
gingen wir dann auf „Pintencheer“. Es war einiges los in den Beizen im
Stedtli und auf dem Vorstadtplatz.
Mentig.
Diese
Jahr haben wir uns zum ersten Mal am Kinderumzug angemeldet. Ich kann nur
soviel sagen; es hat sich voll gelohnt. Ein Bombenwetter, viele Masken und
eine fantastische Stimmung im Stedtli. Am
Abend war dann die „Wieberfasnacht“ und das Monsterkonzert
angesagt. Wir trafen uns im Charlys
um anschliessend am Monster auf Stopftour zu gehen. Daraus wurde jedoch nichts, da wir gottsjämmerlich abstürzten,
immer GURU GURU johlten und
um Mitternacht
aus dem Pup wankten.

Wir
kamen auch nicht weit und stürzten uns gleich in die Central- Bar, wo
faule Orangen und die Stimmung hoch flogen. Der Völlste von allen (Zimmi)
fuhr mit einem Velo ins bumsvolle Pup und dann rückwärts wieder
hinaus, da er vor lauter Gedränge nicht drehen konnte. Die gleiche
Übung wiederholte er im Central.
Zystig.
Es war wieder Umzug angesagt. Das Wetter war immer noch gut und wir warfen
alles übrige Schleckzeug, Spielsachen und natürlich hunderte Kilo
Konfetti unter die wartende Menge. Nach dem Umzug stellten wir unseren
Wagen wieder ins Stedtli, wo wir dann von einem Dutzend Müttern bestürmt
wurden, dass Ihre „echten Babys“ und Kinder unsere Rutschbahn
heruntersausen durften. Und am Abend war dann wieder Feiern angesagt. Mit
dem gleichen Elan wie schon die vielen Abende vorher machten wir uns daran
unsere Lampe voll zu bringen. Und auch dieses mal klappte es vorzüglich
dank des im „Charlys“ nach uns benannten „Lufthülertee’s“. Aber
glaubt mir, Tee war nie viel drinnen. Nachdem am Freitag der „Lufthülertee“
nach einer halben Stunde schon ausverkauft war hat der Simi vorgesorgt und
eine grössere Menge Teebeutel auf Lager gelegt, was uns wiederum
animierte hemmungslos
zu bestellen und ... (den Rest könnt Ihr Euch ja denken). So feierten wir
kräftig weiter bis in die frühen Morgenstunden des Äschemittwuchs
und wir sahen die Fasnacht langsam aus unseren Köpfen entschwinden.
Sury
zu diesem Thema:

Wenn die Fasnacht nun
schon wieder eine Weile vorbei ist, so wissen wir, dass die nächste
Fasnacht schon bald wieder an unsere Türen klopft und dann das Feuer von
neuem zu brennen beginnt.
Wir
hoffen, dass Ihr uns an der Fasnacht auch mal gesehen habt und würden uns
freuen, Euch auch das nächste mal bei unserem Passiv- Apéro
anzutreffen.
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