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Lufthüler
Ski-Weekend in Zermatt vom 28.11.03 – 30.11.03
Freitag, 28.11.03
Es war also wieder einmal soweit: Der Berg hat gerufen! Zeit wieder einmal
ein paar Sachen zu packen um gemeinsam ein paar schöne Stunden zu
verbringen. Um 08.00 Uhr haben wir uns alle im Kern, im Stedtli in Laufen,
getroffen, um noch etwas Koffein zu tanken. Alle, das hiess Zimmi, Alain,
Seppi, Henzi, Spahrli, Martin und Denis. Drei weitere (Büggi, Kunz und
Sury) würden dann am Nachmittag noch zu uns stossen und Bieli sitzt ja
sowieso das ganze Jahr über in Zermatt. Somit war also eine perfekte
Ausgangslage geschaffen, denn zum ersten mal haben wir es geschafft, dass
tatsächlich die ganze Clique dabei war.
So machten wir uns also nach einem kurzen Aufenthalt im Kern auf den Weg,
in Richtung Zermatt. Die Autofahrt verlief zuerst harmonisch und auch der
Zwischenstopp an der Raststätte Grauholz, überlebten wir ohne
nennenswerte Magen- oder allergischen Hautreaktionen. An der
Auto-Verlade-Station angekommen, durften wir sogleich unsere Autos auf die
Wagons stellen. Dummerweise drängte sich zwischen das Auto von Zimmi und
demjenigen von Seppi noch ein weiteres Fahrzeug, was, wie sich bald
herausstellen sollte, ein Fehler war. Die Insassen dieses „Reinquetschers“
hatten wohl das Haltbarkeitsdatum etwas überschritten und würden wohl
besser in Zukunft ihr Auto zu Hause lassen. Auch die Augen schienen nicht
mehr ganz mitspielen zu wollen, denn sonst hätten sie wohl all die
Schilder, in sämtlichen Landessprachen plus zusätzlich in Englisch,
bemerkt, auf welchen in grossen Lettern zu lesen war, wie man sich auf dem
Bahnwagon zu verhalten hat. Der wohl wichtigste Punkt dürfte das Anziehen
der Handbremse sein. Der geneigte Leser erkennt wohl bereits, was da
kommen mag! Genau! Beim Anfahren des Zuges, ruckelte der Benz der
Scheintoten rückwärts auf die Stossstange von Seppi und machte es sich
dort kratzenderweise die ganze Fahrt lang bequem. Auch das wilde Gehupe
von Seppi hat die anscheinend auch tauben Insassen nicht beeindruckt. Drüben
angekommen, stellte Seppi Thelma & Louise zur Rede. Wie erwartet
hatten die beiden das noch nicht einmal bemerkt und fühlten sich durch
diese finster, südländisch dreinguckenden Augenbrauen eher belästigt.
Na ja, langer Rede kurzer Sinn, passiert ist dann doch nicht viel, denn
die einzigen kleinen Kratzer waren beim Benz auszumachen. Tja, Glück
gehabt, also gings nun endlich weiter nach Zermatt. Der Rest der Fahrt
verlief auch ohne weiteren Zwischenfälle.
In Zermatt angekommen, wollten wir natürlich als erstes unser Gepäck
loswerden und mal sehen, in welchem Erdloch Bieli uns wohl einquartiert
hat. Wir waren dann aber durchaus positiv überrascht und dieser erste
Eindruck blieb auch bis ganz am Schluss so stehen. Nach dieser langen
Fahrt also, waren wir wieder hungrig und auch durstig. So führte uns
unser Weg in die
Walliserkanne. Dort gab es was zu essen und natürlich auch die ersten
Bierchen. Nachdem wir nun für etwas Boden gesorgt hatten, gings weiter
ins Grampis. Wie letztes Jahr schon, bestellten wir Weisswein. Nicht
wirklich gut, dafür aber viel. Es wurde eine Flasche nach der anderen
gekillt, die 11 war gratis und wieviele anschliessend noch gekommen sind,
entzieht sich meiner Kenntnis. Ein Teil unserer lustigen Runde musste
irgendwann gegen Abend nochmals etwas feste Nahrung nachschieben. So
gingen wir also ein paar Meter ins Mc Donald. Wie schon letztes Jahr,
behalte ich wiederum alle Einzelheiten über den Verlauf unseres
Aufenthaltes, für mich. Es ist nun mal so, nicht mit allen Taten kann man
sich mit Ruhm bekleckern! Wie auch immer, anschliessend gings wieder zurück
ins Crampis, wo wir nun alle vereint waren, denn auch Büggi, Sury und
Kunz waren angekommen. Nachdem das pampige Weissbrot von Mc Donalds, den
Alkohol in meinem Magen etwas aufgetunkt hat und ich mit etwas Cola die
ganze Pampe noch etwas vermischt hatte, gings mir wieder richtig gut, um
den weiteren Abend durchzustehen. Ich musste allerdings feststellen, dass
es nicht allen so erging wie mir. Alain schien von Minute zu Minute mehr
zu schielen. Also gings nun ab ins Paperla-Pub, denn etwas frische Luft
kann nur gut tun. Dort angekommen musste Alain erstmal mit etwas neutralem
versorgt werden, denn er sah durchaus erheiternd, aber nicht mehr wirklich
einsatzfähig aus. Nach ein, zwei Drinks, hatte nun auch die zweite Hälfte
unserer Clique Hunger, also trennten sich unsere Wege. Die einen gingen
wieder zurück ins Dorf und die anderen blieben einfach sitzen. Mit den
anderen meine ich Büggi, Sury und Denis. Ach ja, und ca. 5 Minuten später
gesellte sich Alain, die alte Schnapsdrossel, zu uns. Voller Freude erklärte
er, dass er nach dem Cola und ein paar Minuten frischer Luft, wieder viel
besser beisammen sei. Natürlich freuten wir uns auch über seine „Ernüchterung“
und stellten ihm zur Feier des Tages wieder ein Gummibärli nach dem
anderen hin. Die Frage, wie lange er seine neue Nüchternheit geniessen
konnte, ist wohl überflüssig.
Nach ein paar weiteren Runden also, suchten wir die restlichen
Cliquen-Mitglieder. Als wir wieder alle beisammen waren (bis auf Henzi und
Seppi, die traditionsgemäss früh zu Bett müssen, was wohl mit einem
Kindheitstrauma zu tun hat) führte uns Bieli wieder einmal in eine
Insider-Bar. Tja, da sassen wir nun alle und tranken den ekligsten Vodka
Orange / oder Red Bull den wir je in unserer langen Trinker-Karriere
getrunken hatten. Eigentlich hätten wir auch eine Flasche Vodka pur
trinken können. Jedenfalls dauerte der Genuss dieses Getränks sehr lange
(Gott, ich nuckelte noch nie in meinem Leben so lange an einem vollen Glas
herum). Trotzdem war es ziemlich lustig in diesem Schuppen und so wurde es
auch bereits ziemlich spät. Irgendwann nach Mitternacht verliessen wir
dann diese Bar und einige von uns brauchten erneut etwas zwischen die Zähne.
So war unser Haufen etwas gespalten zwischen den Besoffenen die Hunger
hatten, den Zugedröhnten die nicht einmal mehr wussten ob sie noch Hunger
oder gerade eben gegessen hatten und den Alkoholleichen die eigentlich nur
noch ins Bett wollten. Es trennten sich also die Wege gegen 1 Uhr. Knapp
nach 2 Uhr kamen dann auch die letzten zurück ins Hotel, um eine Mütze
voll Schlaf zu nehmen. Schliesslich erwartete uns ein harter Tag auf den
Skiern.
     
Samstag,
29.11.03
Geweckt wurden alle von Zimmi, spätestens um 09.00 Uhr. Sehr sanft
geschah das allerdings nicht. Lautes Geschrei und Vorhänge ziehen. Was
solls, der Zweck heiligt die Mittel. Jedenfalls lohnte es sich, da,
mindestens aus meinem Bett heraus, der direkte Blick auf ein in
stahlblauen Himmel gehülltes Matterhorn, das Aufstehen erleichterte. Die
ersten gingen bereits kurz nach neun in Richtung Seilbahn, um dort im
Restauran nebenan noch kurz einen Kaffee zu trinken. Die letzten waren
dann um ca. 10.00 Uhr ebenfalls dort. So gingen also Zimmi, Martin, Büggi
und Sury als erste auf den Berg. Besser gesagt, sie versuchten es. Als wir
(der Rest) es nämlich auch versuchen wollten, steckten die anderen nach
der ersten Gondelbahn in riesigen Menschenschlangen fest, die alle aufs
Klein-Matterhorn wollten. Zudem lief nur noch eine Bahn. So setzten sie
sich also in eine Beiz und teilten uns mit, dass wir gar nicht erst nach
oben kommen sollten. Das taten wir dann auch und setzten uns schnurstracks
wieder in die Beiz. Was soll man schon anderes tun, als Weisswein zu
trinken. Das belebt und erfrischt. Gesagt, getan und bestellt. Leider ging
dann der überzüchtete Spieltrieb bei Henzi wieder los, so dass er
unbedingt Jassen wollte. Er fand tatsächlich noch 3 arme Seelen, die im
Gesellschaft leisteten. (Anmerkung der Redaktion: Henzi, wänd no eimol
die verdammtä Schiess-Jasschartä metnemmsch ond eso die ganzi Clique i
zwei Lager teilsch, dänn teil ich Di au, aber i öppä 100 verschiedni
Teili! De Presidänt hilft mir sicher!) Sury und Büggi kamen dann auch
wieder vom Berg herunter. Nur Zimmi und Martin versuchten weiterhin den
Hang hinunter zu rutschen. Ein paar jassten, ein paar gingen schlafen und
Spahrli und Denis packten die Ski-Karten von Büggi ond Sury und
versuchten auch nochmal ihr Glück. Oben angekommen (nach nur knapp einer
Stunde, Rekordzeit), stellten sie fest, dass die anderen beiden jetzt ganz
unten waren. Na ja, was solls. So gings an die Abfahrt mit kurzem
Zwischenhalt. Alles in allem waren sie nach 3 Stunden auch wieder unten,
wo sich dann eigentlich alle wieder trafen. Nun ging es zurück um kurz zu
duschen und anschliessend wieder mal essen zu gehen. Pizzeria, was sonst.
Danach gabs Sinalco als Geheimtipp von Bieli. Kein wirklicher Volltreffer.
Echt grauslig das Zeugs (es weiss keiner welche Schnapps-Sorten da
gepanscht wurden). Also weiter. Nächste Station, Pöstli unten. Wir waren
die ersten, konnten uns somit ein Plätzchen hinten in der Ecke aussuchen.
Es begann mit Bier und hörte mit ein paar Flaschen Vodka und unseren Gesängen
auf. Das war allerding ein paar Stunden später. Es war aber so richtig
gemütlich. Irgendwann schien sich aber allgemeine Müdigkeit breit zu
machen und so machten wir uns alle gemeinsam auf den Weg. Auch der zweite
Tag ging so seinem Ende entgegen und wieder hatten wir viel Schwachsinn
geredet und viel gelacht. Dafür gibts sogar Belege, denn Martin und Zimmi
haben sowohl dauernd photographiert wie auch gefilmt. (Freiwillige, mit
gutem psychologischem Background, werden gebeten, sich bei unserem Präsidenten
zu melden. Wir benötigen eine wirklich erfahrene Person, die in ferner
Zukunft, diese „Beweismittel auf Zelluloid“ unseren Kindern (oder die
des Milchmanns) erklären kann.) Im Hotel angekommen, gings ins Bett und
alle schliefen friedlich in den Morgen.
Sonntag, 30.11.03
Es kam der Abreisetag. Erneut holte Zimmi alle frühzeitig aus dem Bett,
denn das Hotel sollte bereits um 10.00 Uhr von uns befreit sein.
Aufstehen, Duschen, Packen und das Hotel verlassen ging ziemlich zügig
voran. Ziel war es natürlich, irgendwo noch ein nahrhaftes Morgenessen zu
finden, was uns schlussendlich sogar gelang. Mit gefülltem Magen betraten
wir den Bahnhof, um mit dem Zug in Richtung Täsch zu fahren. Auch das war
natürlich keine sehr spannende Sache. Nur Seppi, der unten in Täsch
merkte, dass sein Autoschlüssel noch immer im Hotel lag, sorgte etwas für
Unterhaltung. Er fährt gerne Zug, also gings nochmal los nach Zermatt.
Wir anderen warteten gemütlich in einer Beiz. Irgendwann kam dann unser Bähnler
wieder zurück, so dass wir endlich losfahren konnten. Gesagt, getan! Auch
der Rest der Reise war sehr unspektakulär. Ein kleiner Sandwich-Stopp
wurde noch eingelegt und dann ab nach Hause. Am Montag ging es dann wohl
allen gleich. Montag, müde und schlapp und noch eine ganze Woche vor uns.
Das nächste Wochenende werden wir schon wieder im Einsatz am Wiehnachtsmärt
in Laufen sein. Wer weiss, vielleicht gehen wir ja dann mal schnurrstracks
nach Hause nach getaner Arbeit, ohne Beizenaufenthalt....................ok,
schlechter Scherz.
Also, bis zum nächsten
Jahr!
Denis
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